Zeitraum: Mai – Juli 2026
Jarrad Martyn (geb. 1991 in Aberdeen) ist ein australischer Künstler, der in Melbourne lebt und arbeitet. In seinem Schaffen untersucht er die Beziehung des Menschen zur natürlichen Umwelt sowie die Gestaltung und Entwicklung des Archivs. Indem er auf ein breites Spektrum an Bildmaterial reagiert – von archivierten Fotoalben bis hin zu gefundenen und künstlichen Bildern –, interessiert sich Martyn für die Bewegung dieser Bilder durch die Zeit: Wie das Erbe von Symbolen und Motiven sich wandelt und in der Gegenwart eine Vielzahl neuer Assoziationen hervorbringt. Indem er die Grenzen zwischen Figuration und Abstraktion in Malerei, Zeichnung und Collage aufhebt, schafft Martyn einen Zustand des Flusses – er stellt visuell etwas dar, das nicht feststeht und sich ständig verändert. Indem er eine präzise Darstellung verhindert und ein mehrdeutiges Gefühl für den Ort erzeugt, regt Martyn den Betrachter dazu an, zwischen Denk- und Betrachtungsweisen zu wechseln, Verbindungen herzustellen und eigene Schlussfolgerungen über die sich entfaltenden Ereignisse und die darin enthaltenen symbolischen Bedeutungen zu ziehen.

