Programm

PROGRAMM

LIA ist ein gemeinnütziges Atelierprogramm. Es fördert internationale KünstlerInnen, indem es ihnen großzügige Ateliers, Ausstellungsmöglichkeiten im In- und Ausland und kulturelle Betreuung bietet. Das Programm vernetzt junge Künstler mit der lokalen und internationalen Künstlerschaft der Spinnerei.

Seit 2007 haben am Programm mehr als 300 Künstler aus 40 Nationen teilgenommen. Regelmäßig stattfindende Open Studios gewähren einem vielseitig interessierten Publikum Zugang zur Kunst am Ort ihrer Entstehung. Damit versucht das LIA, eine persönliche Nähe zur Kunstproduktion herzustellen, indem es Gespräche über Kunst im Rahmen seiner Akteure und Einblicke in künstlerische Arbeitsprozesse ermöglicht. Monatlich geladene Gastkritiker begleiten die Künstler. Ebenso werden Besuche in Leipziger Künstlerateliers organisiert.

KOOPERATIONEN & NETZWERK

LIA steht unter der Schirmherrschaft des Oberbürgermeisters Burkhard Jung. Seit Gründung des Programms im Jahr 2007 ist BMW Hauptpartner. Die New York Academy of Art NYC sowie die School of Visual Arts New York fördern das LIA seit mehr als zehn Jahren. Das Royal Institute of Technology Melbourne und die Sydney University sind feste Programmpartner, deren Stipendiaten mit einer Abschlussausstellung in der Botschaft von Australien in Berlin weiterhin unterstützt werden. Die STAL Galerie sowie der Deutsch-Omanische Freundschaftsverein unterstützen omanische Künstler. Das Referat für Internationale Zusammenarbeit der Stadt Leipzig förderte bisher die Partnerstädte Kiew, Addis Abeba, Herzlya, Lyon, Bologna, Krakau und Brno mit einem Gastaufenthalt für Künstler in Leipzig. Daraus ergaben sich Projekte, die für die Stadt Leipzig realisiert wurden. Lada Nakonechna überließ unter anderem der Universitätsbibliothek Leipzig Albertina die 100 qm große Wandzeichnung „Perspektive“.

Darüber hinaus wurden Ausstellungen im In- und Ausland organisiert beispielsweise an der New York Academy of Art New York City 2009, Berlin Caps Lock Projects 2010, Leipziger Messe 2012, Goethe-Institut Paris 2014 und Marseille, Lyon sowie Madrid 2015, 2014, 2015 und 2016 Paradigma Plagwitz in Leipzig, 2018 die Jubiläumsausstellung Sedimente in der Spinnerei und 2019 Gaze Shift gemeinsam mit dem Auswärtigem Amt in Indianapolis und New York City letztere an der School of Visual Arts NYC. 2019 realisierten wir das Projekt Nordic Leipzig als Länderschwerpunkt Nordeuropa mit den jeweiligen Goethe-Instituten. 2020 vollziehen wir das Regionalprojekt Südostasien Pacific Leipzig. Bei beiden Projekten entsteht eine Grafikedition mit dem Atelier für Radierung. Sie macht die Zusammenarbeit vor Ort mit der lokalen Künstlerschaft besonders sichtbar.

Lada Nakonechnas 100qm große Wandzeichnung”Perspektive” wurde 2011 als Gemeinschaftsprojekt der Universitätsbibliothek Albertina Leipzig und LIA im Lesesaal der Bibliothek eröffnet.

KONZEPT

Das LIA ist eine gemeinnützige GmbH. Sie wird aus privaten Mitteln des Kultursponsorings, durch Spendeneinnahmen und Programmgebühren seiner internationalen Partner finanziert. Das LIA sucht daher langfristige Förderer, die sich an einer Atelierpatenschaft oder an dem Rahmenprogramm beteiligen möchten. Der Förderer wird damit im Kunststandort Leipzig, aber auch international repräsentiert. Publikationen, Ausstellungen, Vortragsreihen und begehbare Ateliers machen den künstlerischen Arbeitsprozess der internationalen Künstler sichtbar. Die Träger des Programms genießen freien Zugang zu allen Veranstaltungen sowie die Möglichkeit zu individuellen Atelierbesuchen. Die Vermittlung von Inhalten zeitgenössischer Kunst und unterschiedlichen Kulturen ist ein wesentliches Anliegen des Programms wie auch die Herstellung des Kontakts zwischen Künstlerschaft und Öffentlichkeit. Des Weiteren kann die Ausstellungshalle des LIAs als Veranstaltungsort genutzt und Führungen durch das Programm gebucht werden. Die fünf Ateliers und der 140 qm große Ausstellungs- und Konferenzraum können besichtigt werden.

Offene Ateliers im LIA. Foto (c) Nils A. Petersen, 2018


GUT ZU WISSEN

LIA ist in nur 75 Minuten von Berlin aus stündlich mit dem ICE erreichbar. Die Lage des Programms ist einmalig: es befindet sich auf einem 10 Hektar großen Gelände einer ehemaligen Baumwollspinnerei aus dem Jahre 1884. Die einzelnen Stockwerke der Gebäude sind bis zu 2000 Quadratmeter groß mit fünf Meter hohen Decken. Das Gelände hat seinen industriellen Charakter behalten und wird denkmalgerecht kulturell umgenutzt. Zurzeit leben und arbeiten ca. 120 Künstler dort. Dreizehn Galerien sowie die gemeinnützige Stiftung Halle 14 zur Förderung zeitgenössischer Kunst sind Teil des Kulturareals. Drei Mal im Jahr findet der gut besuchte Große Kunstrundgang in der Spinnerei Leipzig mit lokalen und internationalen Gästen statt.


TEAM

Anna-Louise Rolland –  Geschäftsführerin, Gründerin, Kuratorin

Anna-Louise Rolland wurde 1980 auf der Insel Rügen in Norddeutschland geboren. Sie lebte für ein Jahr 1997/98 in den USA (Cincinnati) sowie in Spanien (Madrid) 2000/2001 und erfuhr eine breite künstlerische Erziehung in der bildenden Kunst und der Musik bis sie an der Universität Leipzig das Studium der Kunstgeschichte und Kulturwissenschaften im Jahr 2002 begann. Im selben Jahr wurde sie Stipendiatin eines bundesstaatlichen Stipendienprogramms (Evangelisches Studienwerk Villigst e.V.) für die gesamte Dauer ihres Studiums. Im Jahr 2004 kuratierte u.a. Frau Rolland ihre erste Gruppenausstellung in der Galerie Eigen & Art und verbrachte 7 Monate in New York City, wo sie zwei Praktika am ISCP (International Studio und kuratorische Programm) und dem Brooklyn Museum of Art absolvierte. Als sie nach Leipzig zurückkehrte, unterstützte sie zunächst die kulturpolitische Platform „Kulturpolitischer Salon“ sowie die Stiftung Federkiel (heute Halle 14 e.V.) auf der Baumwollspinnerei. Im Juli 2006 schloss sie ihr Studium mit einem Master in „Post-Communist Studies in Contemporary Art“ am Courtauld Institute of Art in London ab. Zudem belegte sie einen halbjährigen Mandarinkurs in Peking und machte ein Praktikum am dortigen Goethe-Institut 2006/07. Im selben Jahr absolvierte sie ihren Master in Kulturwissenschaften an der Universität Leipzig und gründete das LIA – Leipzig International Art Programme, eine gemeinnützige Institution und Künstlerresidenz, mit dem Ziel zeitgenössische Kunst und Kultur in Leipzig zu fördern und zu vermitteln. Das Programm startete mit einer Ausstellung in Zusammenarbeit mit der Japan Foundation und der Japanischen Botschaft Berlin. Seitdem nahm Sie über hundertfünfzig Künstler aus 40 Ländern im LIA auf und kuratierte Ausstellungen in Leipzig, Berlin (Caps Lock Projekte, LIA`s temporärerer Projektraum 2010), New York City (Leipzig Calling, Ausstellung in der New York Academy of Art 2009), Paris (Leipzig-Heldenstadt?, Goethe-Institut 2014), Marseille und Lyon (Leipzig-Heldenstadt?, Goethe-Institut 2015), Madrid (Ikonisch – Das Bild als Referenz, Medienkunst und Fotografie Lateinamerikas und Deutschlands, Goethe-Institut/ PhotoEspaña 2015) sowie Leipzig (Paradigma Blickwechsel, in Kooperation mit Elke Pietsch im Tapetenwerk 2015).


Marina Diaz Molina – Programmkoordinatorin
marina.diaz@liap.eu

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