Hal Osawa

Zeitraum: July ’25 – Januar ’26

@oswhr

Hal Osawa (Tokio, 1997) „Auf den ersten Blick mag diese Serie, Onomatopoeia, wie abstrakte Malerei erscheinen. Es handelt sich jedoch um Darstellungen von Bildern, die durch zufällige Druckvorgänge entstanden sind. Der Entwurf für diese Serie entstand, indem Tinte auf das Glas einer Kopiermaschine getropft und das Ergebnis ausgedruckt wurde. Der endgültige Druck spiegelt sowohl Zufall als auch Absicht wider. Anschließend male ich dieses gedruckte Bild von Hand auf eine Leinwand. Obwohl es sich hierbei um einen Akt der Reproduktion handelt, wird es gleichzeitig zu einem einzigartigen Akt der Schöpfung, der den Widerspruch in sich birgt, gleichzeitig Reproduktion und Nicht-Reproduktion zu sein. Walter Benjamin hat in „Das Kunstwerk im Zeitalter seiner technischen Reproduzierbarkeit“ vorgeschlagen, dass die „Aura“ der Kunst mit der Reproduktion verschwindet, aber erzeugt mein Akt nicht tatsächlich diese „Aura“? Ich reproduziere ein Bild digital und reproduziere es dann erneut in analoger Form, wodurch ich die Mehrdeutigkeit des Wertes zwischen Kopie und Original einbette. Diese Werke verkörpern eine neue Form der figurativen Malerei.