Gewinner des Nordic-Leipzig 2020 Stipendiums

Das Stipendium Nordic-Leipzig des Goethe-Instituts wird auch im Jahr 2020 vergeben, diesmal an zwei dänische KünstlerInnen. Wir danken Bettina Senff, Leiterin des Goethe-Instituts Dänemark, als Initiatorin des nordeuropäischen Kulturaustauschs mit der Stadt Leipzig.

Wir freuen uns, die Gewinner des Nordic-Leipzig-Stipendiums des Goethe-Instituts für den Zeitraum August 2020 bis Oktober 2020 bekannt zu geben:

  • Meik Brüsch – Denmark
  • Michelle Eistrup – Denmark

Das Stipendium umfasst einen dreimonatigen Aufenthalt im LIA und eine einmalige Zahlung von 500 € für Materialkosten.

 

Über die KünstlerInnen:

Meik Brüsch

Meik Brüsch (1987) ist ein Künstler und Ethnologe mit Sitz in Kopenhagen, Dänemark. Er beschäftigt sich damit, das eine Ding mit dem anderen Ding zusammenzusetzen, so dass das nächste Ding wird. Er mag es, wenn Blau, Gelb und Rot sich unterhalten, aber einige ihrer Gespräche gefallen ihm nicht. Er mag es, wenn ein nasser Klumpen Ton oder die Form eines Holzstücks über frühere Bewegungen und Beziehungen flüstert. Er möchte gerade so viele Anhaltspunkte miteinander verbinden, dass Sie einen Gedanken fälschen, aber gleichzeitig den Zusammenhalt auflösen. Im Akt des Schmiedens – irgendwo zwischen interagierenden unbändigen Erzählungen oder materiellen Komponenten und wahrgenommenen Lücken – bringt er eine eigentümliche Anhäufung dazu, als etwas in sich selbst zu erscheinen. Unterstützt von der Zauberei der starken Farben und der Quacksalberei der vorgetäuschten Symmetrien will er ein bequemes äußeres Geflecht hüten, das unsere Wahrnehmung des baufälligen Elends oder der zarten Komposition von allem – im Leben wie in jedem Objekt – aufhält und untermauert. Er wird von der Idee genährt, dass er von diesem Beginn an seine absichtlich zufälligen und grellen Artefakte schickt, die mehrdeutige Streitbarkeit, vorläufige Akzeptanz und illusorische, aber notwendige Harmonien vermitteln.

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Michelle Eistrup

Michelle Eistrup ist eine bildende Künstlerin, die hauptsächlich in den Bereichen Video, Fotografie und Ton arbeitet. Sie ist in Jamaika, Paris und New York aufgewachsen und wohnt derzeit mit ihrer Familie in Dänemark. Sie hat einen MFA von der Royal Academy of Arts in Kopenhagen und einen BA vom Haverford College, Pennsylvania. In ihrer Praxis erforscht sie die Geschichte, die Hinterlassenschaften und die Leugnung/Abwesenheit des Kolonialismus anhand von vier übergreifenden Themen: Identität und Ausdruck der afrikanischen Diaspora, Politik der Anerkennung, Dynamik des Isolationismus und verkörperte Riten und Rituale. Sie ist in einer pulsierenden globalen Kunstszene verwurzelt, hat international ausgestellt und BAT, Bridging Art and Text, kuratiert.

Während ihres Aufenthaltes in Leipzig wird Michelle ihre Forschungen aus ihrem früheren Projekt In the Deep Underground and Up Above fortführen und die Stalagmiten-Suspensionstherapie – In the Stone entwickeln. Eistrup wird mit dem Terra Mineralia Institut, Bergakademie Freiberg, zusammenarbeiten. Ein Teil dieser Untersuchung wird nächstes Jahr in der Ausstellung Sprachlosigkeit im Japanischen Palais ausgestellt, die von Léontine Meijer-van Mensch, Direktorin, und Barbara Höffe, Kuratorin der Staatlichen Kunstsammlungen Dresden, kuratiert wird. In Zukunft werden In the Deep Underground and Up Above und Stalagmite Suspension Therapy – In the Stalagmite – In the Stone zu einem noch zu bestätigenden Termin im Terra Mineralia Institute, Freiberg, ausgestellt werden. In the Deep Underground and Up Above wurde bereits in Australien, in der AGWA, der National Gallery of Western Australia und im ArtGeo Cultural Institute, Busselton, gezeigt.

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