LIA Summer Group Show im archiv massiv

Herzliche Einladung zur LIA Summer Group Show im Spinnerei archiv massiv!


Alpha & Omega
17. – 25. Juli 2020

KünstlerInnen:
Perceval Graells
Dylan Prince
Daniela Schwabe

Gast:
Andrew Read

Ort:

Spinnerei archiv massiv (INFO),
Halle 20, Spinnereistr. 7, 04179 Leipzig

Öffnungszeiten:

Freitag, 17. Juli 2020, von 17:00 bis 22:00
Samstag, 18. Juli 2020, von 12:00 bis 17:00
Mittwoch, 22. Juli 2020, von 12:00 bis 17:00
Donnerstag, 23. Juli 2020, von 12:00 bis 17:00
Freitag, 24. Juli 2020, von 12:00 bis 17:00
Samstag, 25. Juli 2020, von 12:00 bis 22:00

Über die KünstlerInnen:

Perceval Graells

    

Die spanische Malerin Perceval Graells verwendet in ihren Werken eine nicht beschreibende Sprache, inspiriert von Emotionen und Gefühlen. Ihre Kunst bringt ihr inneres Leben und ihre persönliche Vision der Welt zum Ausdruck. Die Grundlage dieses Ansatzes beruht auf dem persönlichen Bedürfnis, Schmerz und Leiden durch die traditionell von Frauen ausgeführten Gesten und Handwerkskünsten, wie Nähen oder Stricken, in einen Zustand des Friedens und der Ruhe zu verwandeln. Sie inkorperiert dabei nicht nur das Gestische des Handwerks, sondern arbeitet es auch sichtbar in ihre Kunstwerke ein. Dadurch entsteht ein Dialog zwischen Malerei und Installation sowie zwischen Künstler und Zuschauer. Ziel dieses Projektes ist es, beim Betrachter eine persönliche und psychologische Reflexion zu provozieren. Perceval Graells studierte und praktizierte Bildende Kunst in Barcelona, Mailand, Valencia, Paris und Berlin und lebt und arbeitet heute hauptsächlich in Alicante, Spanien.

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Dylan Prince

     

Dylan Prince studierte Malerei und freies Schreiben an der School of Visual Arts in New York City, im Bereich Visual & Critical Studies. Seit Februar verbringt er einen siebenmonatigen Aufenthalt im LIA, wofür er nach seinem Abschluss ein Stipendium seiner Hochschule erhielt. In Leipzig arbeitet Dylan an mehreren Projekten, die gleichzeitig unterschiedliche Praktiken und Medien einbeziehen: Malerei, Zeichnung, Schreiben, Tontechnik und Assemblage.  Seine Gemälde konstruiert er stets als sich wiederholende, konzentrische Formen, die, mit dem Auge eines bessesenen Forschers, eine tiefere Wahrheit zu fassen versuchen. Der Künstler begreift seine Kreisformen als Vehikel, als Behältnisse; sie erinnern an Scans von Magnetresonanztomographien, an Petrischalen oder an naturwissenschaftliche Modelle, wie die Darstellung der Frequenzbereiche der Elektroakustik, mit welchen er auch praktisch experimentiert. Dabei beziehen sich Dylans Gemälde zum einen direkt auf die organische Physiologie (das Selbst als ֦Super-Kardioide”) und zum anderen auf die Makrokonsolidierung der Welt – also die Konsolidierung von Energie, Macht, Kapital und Information, als das singuläre Absolute. Seine Formensprache handelt dementsprechend vom natürlichen Universum und ebenso vom konstruierten Universum der Industrie und der Geopolitik.

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Daniela Schwabe

  

Daniela Schwabe stellt ihre neue Gemäldeserie DEEP FAMILY vor, die die Erforschung und Verwendung künstlicher Intelligenz (KI) mit Familienporträts ihrer Verwandten aus Deutschland und den Niederlanden kombiniert. Zusammen mit dem Designer Casper Schipper entwickelte Daniela ein KI-System, welches mit Porträts ihrer Familienmitglieder gespeist wird, um auf deren Basis tiefe Lernprozesse zu generieren. Nach diesem Training erstellt das KI-System Porträts neuer Familienmitglieder, die dann in Gemälde umgewandelt werden. In Danielas Arbeit wird die KI als kreatives Werkzeug für ein neues Werk verwendet, als Dialogepartner für die Ästhetik und Wahrnehmung dessen, was ein Porträt ist und wie der Mensch gesehen und gemalt werden kann. Durch diesen konzeptionellen Ansatz betont Daniela Schwabe das Potenzial und die Herausforderungen neuer technologischer Entwicklungen wie der KI, die das Künstliche und das Menschliche näher als je zuvor zusammengebracht haben und neuronale Netze schaffen, die kreativ, intuitiv und unvorhersehbar sein können.

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Andrew Read

   

Im Februar 2020 verbrachte Andrew Read aus Melbourne, Australien, einen Monat im LIA, um einen dauerhaften Aufenthalt in Europa vorzubereiten. Die Corona-Krise kreuzte seine Pläne und zwang ihn, bis auf Weiteres wieder nach Australien zurückzukehren. Wir laden ihn nun ein, an der LIA Summer Group Show teilzunehmen, um seine Serie kleiner Monoprint-Arbeiten auf Leinwand zu zeigen, die er während seiner Aufenthaltszeit im LIA hergestellt hat. Diese Serie kann als visionäre Arbeit angesehen werden, da Andrew Toilettenpapier und Papierhandtücher als gefundene Objekte verwendete, deren triviale oder lustige Grafiken und Designs ihn interessierten. Einerseits spiegeln diese Arbeiten westliche hygienische Obsessionen wider, die im Hinblick auf Hamsterkäufe von Toilettenpapier und anderen hygienischen Produkten während der Corona-Krise um so relevanter erscheinen. Auf einer anderen Ebene zeigen diese “Toilettenpapierbilder” Andrews ständiges Interesse an der Fixierung von Sprache und Alltagsbildern als zeitgenössische visuelle Codes. Durch die Umwandlung gewöhnlicher Gegenstände in Kunstobjekte sowie durch Wiederholung und spielerische Dekonstruktion der Kontexte hinterfragt Andrew Read auf ironische Weise den Gebrauch und das Verständnis der geschriebenen und visuellen Sprache der kapitalistischen Massenkultur – und gleichzeitig des Mediums der Malerei selbst.

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